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Zu Besuch im Studienhaus St. Lambert

14.05.2018
Von: Jan Pamintuan (MSS 12)

„Als Schreiner habe ich Möbel gebaut - Als Priester baue ich am Reich Gottes.“ - Manuel Vetter, Schreiner und Priester.
Ohne Abitur Priester werden? Das ist im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen möglich. Eine Fakultät der besonderen Art und  einmalig in Deutschland.
Der katholische Religionskurs der MSS 12 von Frau Alertz wurde von Subregens Philipp Peters am Angela-Fest diesen Jahres zu einem Besuch in St. Lambert eingeladen. Am 13.4.18 war es dann endlich so weit. 17 junge Leute kamen aus allen Himmelsrichtungen nach Lantershofen gefahren und trafen sich dort im Priesterseminar mit Subregens Peters.
Nach einem einführenden Vortrag über die Geschichte des heutigen Priesterseminars für Spätberufene folgte ein informativer Rundgang durch die neuen Räume, die Wohnräume der Studenten, die Kantine und die Seminarräume. Die Kapelle in St. Lambert ist schlicht gehalten. Im Gegensatz zu anderen Kapellen muss man beispielsweise zum Altar hinabgehen und der Halbkreis der Bänke vermittelt ein Gefühl der Gemeinschaft.
In der Regel studiert man katholische Theologie nach dem Abitur an einer Universität und geht in ein Priesterseminar. Aber man kann auch auf Umwegen zum Priesterberuf finden. In St. Lambert werden die sogenannten „Spätberufenen“, die oft kein Abitur haben, zum Priester ausgebildet. Das habe durchaus Vorteile, da die Studenten in ihrer Persönlichkeit reifer sind, meint Subregens Peters.
Beim Blick in die Bibliothek von St. Lambert fielen uns die Faksimiles Jahrhunderte alter Schriften, die dort ausgestellt sind, auf. Auch der Alltag vom Morgengebet über den Unterricht  bis zum gemeinsamen Abendessen wurde uns detailliert erklärt. Subregens Peters zeigte uns durch seine Ausführungen, dass ein Leben, in welchem sich viele von uns vielleicht eingesperrt fühlen würden, dennoch ein mit Freude erfülltes Leben sein kann. Das vierjährige Studium unterteilt sich in zwölf Trimester. Nach jedem Trimester haben die Studenten einige Wochen Ferien. Auch an den Wochenenden dürfen sie nach Hause fahren. In der Woche ist dank der seminareigenen Kneipe, einer Turnhalle und einem Fitnessraum für abwechslungsreiche Freizeitgestaltung gesorgt.
Nach dem Rundgang gab uns Herr Peters die Möglichkeit, ihm Fragen zu stellen. Neben allgemeinen Fragen wie: „Wie kann die Kirche in der modernen Welt Fuß fassen?“, „Wäre das Dekanat für Frauen möglich?“ konnten wir auch private Fragen wie: „Warum sind Sie Priester geworden?“ stellen. Da Subregens Peters christlich aufgewachsen ist und selbst Messdiener war, lag die Entscheidung, Priester zu werden nahe. Am wichtigsten ist ihm aber, dass er anderen Menschen den Glauben näher bringen und ihnen in Notsituationen beistehen kann.
Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und für den lehrreichen Besuch in St. Lambert!