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Schülergerechte Suchtprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

„KlarSicht“-MitmachParcours auf dem Calvarienberg

03.10.2018
Von: Renate Köllges

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 unseres Gymnasiums erlebten in diesem Jahr erstmals Suchtprävention auf ganz neue Weise.
Am 27. und 28. September stand der „KlarSicht“- MitmachParcours, ein Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, in der Aula unserer Schule. An fünf interaktiv moderierten Stationen vermittelt dieser Parcours Informationen zur Suchtgefahr bei den legalen Drogen Alkohol und Tabak. In Kooperation mit dem Gymnasium Nonnenwerth war es gelungen, dieses Projekt vor Ort durchzuführen, da immer zwei Schulen in einer Woche besucht werden. Eine Schulung der betreuenden Lehrer, der Suchtpräventionsbeauftragten Frau Bach und ihrer Kollegin Frau Frömbgen, sowie von neun Oberstufenschülern aus der MSS 13, die die sieben Moderatoren unterstützten, fand am Montag in Nonnenwerth statt.
Am Donnerstagabend gab es zusätzlich eine Informationsveranstaltung über den „KlarSicht“-MitmachParcours, zu dem besonders die Eltern der Schüler, aber ebenso alle anderen Interessierten eingeladen waren, denn dieses Projekt möchte auch lokalen Multiplikatoren neue methodische Ansätze in der Suchtprävention zeigen.
Projektleiter Sebastian Tesch erläuterte im Pressegespräch, an dem Peter Krämer, Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, und Frau Dr. Gies, kommissarische Schulleiterin des Gymnasiums, sowie Vertreter der örtlichen Presse teilnahmen, die Konzeption des Projekts mit Sitz in Rostock, das seit 2005 unterwegs ist und in diesem Jahr 50 Schulen bundesweit betreut. Es gehe nicht darum, den Schülern Vorträge zu halten, sondern ihre Methode sei der offene Dialog mit dem Ziel, zum verantwortungsbewussten Konsum von Alkohol und zum Nichtkonsum von Tabak hinzuführen.
Der Parcours, den immer zwei Klassen in 90 Minuten durchlaufen, beginnt mit dem „Tor der Entscheidung“: Ist es ok für dich, wenn deine Freunde rauchen? Nach Abschluss des Parcours wird den Teilnehmern wieder dieselbe Frage gestellt. An allen fünf Stationen werden die Schüler von den Moderatoren und den Oberstufenschülern zum Mitmachen angeregt. An der Station „Talkshow“ entwickeln die Schüler ausgehend von einer Situation mit Tabak oder Alkohol eine Geschichte und überlegen, wo man hätte eingreifen können, um die eingetretene Katastrophe abzuwenden. An zwei Stationen werden Fakten über Alkohol und Tabakkonsum erarbeitet. Bei „Images“ kreieren die Jugendlichen ein eigenes Produkt und überlegen dann, wie ein positives Image auch ohne das entsprechende Suchtmittel erreicht werden kann. An der Station „Drunkbuster“ wird mit Hilfe einer Promillebrille eine Rauscherfahrung simuliert, um so das Verantwortungsbewusstsein zu stärken.
Die Moderatoren waren beeindruckt von der Konzentrationsfähigkeit der Schüler und dem guten sozialen Miteinander, das an unserer Schule herrsche. Frau Bach betonte in ihrem abschließenden Resümee, der MitmachParcours habe ihr gezeigt, wie wichtig das Thema Suchtprävention den Schülern sei. Es wäre wünschenswert, wenn auch für die nachfolgenden Klassen dieses Angebot wieder realisiert werden könne.