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Die Schulstiftung Calvarienberg

 

Link zur Homepage des Schulträgers: Schulstiftung Calvarienberg Ahrweiler


Nach 179 Jahren erfolgreicher Bildungsarbeit der Ursulinenkongregation Calvarienberg Ahrweiler e.V. haben die Schwestern die Trägerschaft der Schulen des Calvarienbergs abgegeben, da personelle und finanzielle Gründe dies erforderten.


Seit dem Schuljahr 2017/18 hat die Schulstiftung Calvarienberg Ahrweiler die Trägerschaft der Schulen des Calvarienbergs übernommen. Die Stiftung ist eine kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts, die von der Ursulinenkongregation Calvarienberg Ahrweiler e.V. mit dem Ziel gegründet wurde, den Bestand der Privatschulen auch für die nächsten Generationen zu sichern. Die Stiftung ist der Aufsicht des Bistums Trier unterstellt. Dem Stiftungskuratorium gehören folgende Mitglieder an: Dr. Edgar Stein, Sr. Maria Monheim, Sr. Irmgard Carduck, Sr. Alexandra Schulte und Thomas Deuster. Das operative Geschäft wird von den beiden Vorständen der Stiftung, Gerald Charlier und Dr. Annette Gies, geleitet und verwaltet. Die Grundfinanzierung läuft über die Refinanzierung der Lehrergehälter und den Sachkostenzuschuss seitens des Landes Rheinland-Pfalz sowie über die Zuschüsse seitens des Bistums Trier.

Der Stiftungszweck wird durch die Trägerschaft und den Betrieb der beiden Schulen verwirklicht. Neben der Wissensvermittlung ist es das Ziel, junge Menschen mit Werten, die auf dem christlichen Menschenbild basieren, zu verantwortungsbewussten Mitgliedern der Gesellschaft zu formen.

 

Kontaktdaten:

Schulstiftung Calvarienberg Ahrweiler

Blandine-Merten-Str. 30

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Verwaltung: Frau Gabriele Schlecking

Tel. 02641/383-121, Fax: 02641/383-222


Mit Dankbarkeit blicken wir als Schulgemeinschaften auf unsere Geschichte zurück.

Die Schulen des Calvarienbergs stellen als christliche Traditionsschulen einen wichtigen Baustein in unserer Schullandschaft im Kreis Ahrweiler dar. Unsere Schulen bilden Schüler und Schülerinnen im ganzheitlichen Sinne: kognitiv und kompetent, religiös und sozial. Wir erziehen Schüler/innen zu verantwortlichen Menschen, die eine Stütze unserer Gesellschaft sein können und sollen.


Geschichte der Schulen

  • 1909 Errichtung eines Lyzeums für Mädchen (vergleichbar etwa einer Realschule), die Schule zuvor verlieh keinen bestimmten Abschluss

  • 1925 Erweiterung zu einem Oberlyzeum für Mädchen (vergleichbar etwa einem Gymnasium); insgesamt 395 Schülerinnen

  • 1928 Erstes Abitur auf dem Calvarienberg

  • 1929 Errichtung eines Schulneubaus = heutiger Altbau

  • 1940 Schließung der Ursulinenschule unter dem NS-Regime Umwandlung in die staatliche Ahrbergschule; Beibehaltung eines kleinen Internats mit 50 Schülerinnen; Errichtung eines Lazaretts im Großteil der Räume von Internat und Schule

  • 1944 Ende des Schulbetriebs wegen des Krieges

  • 1945 Wiederbeginn des Oberlyzeums der Ursulinen mit 350 Schülerinnen

  • 1954 Gründung einer Realschule

  • 1956 Umwandlung des Oberlyzeum in ein Neusprachliches Gymnasium für Mädchen

  • 1968 Neubau der Realschule

  • 1979 Bezug des heutigen Neubaus

  • 1997 Aufnahme von Jungen am Gymnasium; heute ca. 700 Schülerinnen und Schüler

  • 2016 Aufnahme von Jungen an der Realschule; heute ca. 350 Schülerinnen und Schüler

Ordensgeschichte der Ursulinen

Der Ursulinenorden wurde von Angela Merici am 25. November 1535 als „Compagnia di Sant’Orsola“ gegründet. Angela war die erste Frau in der Kirchengeschichte, die eine Regel verfasste, die 1536 vom Generalvikar von Brescia approbiert wurde.

Die Mitglieder der Gemeinschaft lebten integriert in ihre Familie oder an ihrem Arbeitsplatz und verstanden sich dennoch als „Geistliche“, die einer bestimmten religiösen Gemeinschaft angehören. Sie verpflichteten sich zu Keuschheit, Armut und Gehorsam, ohne ein Gelübde abzulegen. Wichtig war es Angela, dass die Mitglieder „ihr Herz rein“ halten und „unbeleckt von jedem schlechten Gedanken“ sein, sondern auf die Eingebungen des Hl. Geistes hören sollten. 1 Das Anliegen des Ordens bestand schon früh darin, soziale Dienste zu tun, darunter vor allem im Bereich der Erziehung und unterrichtlichen Unterweisung tätig zu sein.2 1612 genehmigte Papst Paul V. mit der Bulle „Inter universa“ die Erziehungstätigkeit als Ordenszweck der Ursulinen und das vierte Gelübde mit Verpflichtung zur Klausur.3 Der Orden verbreitet sich in den folgenden Jahrhunderten in Europa, aber auch in Amerika.

 

Geschichte unserer Kongregation

1838 gründeten die Monschauer Ursulinen das Kloster auf dem Calvarienberg, um den schlechten Lebensbedingungen im Kloster in Monschau zu entgehen. Der Konvent siedelte am 28. August 1838 unter der Leitung von Mutter Teresia Schäfer nach Ahrweiler über. Die Ursulinen gründeten hier das erste Ursulinenkloster der Diözese Trier zunächst mit einer Elementar- und höheren Schule mit Pensionat für Mädchen. 1918 starb im Kloster St. Bantus Sr. Blandine Merten, die am 01. November 1987 in Rom von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen wurde.

 

Geschichte des Calvarienbergs

Nach seiner Rückkehr von einer Pilgerfahrt 1440 fiel einem Kreuzritter eine angebliche landschaftliche Ähnlichkeit von Ahrweiler mit Jerusalem auf. Diese „Entdeckungen“ wurden publiziert, so dass man auf diesem Hügel eine Kapelle errichtete und ihn von da an Kalvarienberg nannte. Urkundlich lässt sich ein erstes Gotteshaus, in dem sich bereits die Kreuzigungsgruppe befand, für das Jahr 1502 nachweisen. Der Ahrweiler Calvarienberg entwickelte sich rasch zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte. Die Zahl der Besucher wuchs derart, dass die Kapelle zwischen 1625 und 1627 durch ein größeres Gotteshaus ersetzt wurde. 1630 errichteten die Franziskaner ein Kloster auf dem Calvarienberg, um die Seelsorge der vielen Pilger zu übernehmen. Am 31.Januar 1664 wurde der Grundstein für die heute noch bestehende Kirche gelegt, welche am 1. September 1678 eingeweiht wurde. 1803 mussten die Franziskaner im Zuge der Säkularisation den Calvarienberg verlassen, der französisches Nationaleigentum wurde.

 

1 Anne Conrad, Mit Klugheit, Mut und Zuversicht, Mainz 1994, S. 63f.

2 Ebd., S. 60.

3 Ebd., S. 94.